montag 26.02.2007
KJU: (d)
Namen sind Schall und Rauch? Mitnichten! Wer kennt nicht `Q` -
den großartigen Daniel Düsentrieb von 007? Keine Angst,
der Silberling zerstört sich nicht innerhalb von 30 Sekunden
von selbst. Ganz im Gegenteil: der Sound bleibt im Ohr und wird
auch so schnell nicht wieder den Weg herausfinden.
KJU: sind seit 1999 dabei sich in Gehöhrgängen der Welt
fest zu setzen und haben seit dem landauf, landab über 150
Shows gespielt. Von den britischen Inseln bis nach Tschechien und
alles, was dazwischen gelegen ist – das ist wahrlich eine
Menge! Sie machen Rock. Modernen Rock, aber sie passen irgendwie
nicht in eine gängige Schublade. Emotional? Okay, aber deswegen
gleich Emo? Hardcore? Klar, aber nicht einfach derbe drauf los dreschen.
Punk? Eindeutig zu viele Akkorde …
"Setting Sun" ist bereits der dritte Longplayer des Vierers,
der live ein Fünfer ist. Zusammen mit Produzenten und Scumbucket
Mastermind Guido Lucas haben sie es im Noise-Mekka, dem troisdorfschen
Blubox Studio, geschafft, die Songs so eigenständig wie möglich,
so eingängig und innovativ wie nötig klingen zu lassen.
KJU: haben sich nicht neu erfunden, sie haben sich stetig weiterentwickelt.
Sie haben sich ihren Sound auf den Bühnen erspielt und genau
deshalb klingt das Album so lebendig, rau und vor allem natürlich.
Mit viel Liebe zum Detail erkennt man immer wieder neue Facetten
des Songwritings und es befinden sich so einige Perlen auf "Setting
Sun", die so ähnlich sind wie ein guter Wein – mit
der Zeit immer besser!
Die Scheibe bietet alles, was das Gitarrenherz begehrt. Gleich der
Opener „Signs Of Summer“ zeigt wohin die Reise geht
und definiert den neuen KJU: Sound. Da gibts gleich Gitarrenwände
und Stimmbandakrobatik vom Feinsten. Dass die Jungs auch etwas leiser
können, beweisen sie mit angezogener Handbremse bei „Headlong“
und spätestens bei „The Shiver Pt.1“ stellen sich
unweigerlich die akuten Gänsehautsymptome ein. Dann aber wieder
"in your face’ und sattes Brett um die Ohren! Bei der
Intensität ist es nicht einfach einen einzelnen Song hervorzuheben,
aber die dritte Nummer „Static“ wurde nicht umsonst
zum Videosong erkoren. Die Melodie setzt sich sofort fest, die Gitarren
treten ein wenig hinter dem Bass zurück und legen einen wunderbaren
Teppich – so buchstabiert man HIT! Das Cover von Dramarama’s
“Anything, Anything“ passt wie die Faust aufs Auge und
rundet das neue Album ‚Setting Sun’ auf perfekte Weise
ab.
Montags im Kulturladen – value for monday – klasse Bands
zum kleinen Preis!
link zur homepage der Bands: www.kju-music.de
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