montag 18.02.2008
12 TONAR TESTIVAL tour mit Pétur ben, Jakobinarina & Gavin Portland
(alle Island)
Gavin Portland – Views of Distant Towns
Das Gerücht, dass Rock’n’Roll tot ist, taucht
immer wieder auf, doch
GAVIN PORTLAND beweisen mal eben aus dem Ärmel geschüttelt,
dass
durchaus noch Leben in der alten Schachtel ist! GAVIN PORTLAND
sind ein
Paradebeispiel dafür, wie wichtig es noch immer ist, sich
auf sein
eigenes Urteil zu verlassen und an seine Ziele zu glauben, während
sie
unbekümmert die Welt auf links drehen: Hardcore Punk trifft
auf Indie,
während sich die Band die Seele aus dem Leib schreit. Der
kantige
progressive Punkrock auf „Views Of distant Towns“ kommt
direkt von
Herzen – die Inspiration dazu kommt von Bands wie SHELLAC,
SLINT, DRIVE
LIKE JEHU und dem guten alten DC Hardcore und funktioniert als
Mission
Statement für die noch junge isländische Hardcore-Szene.
Dass das
britische Musikmagazin Kerrang! GAVIN PORTLAND als eine der zehn
besten
Bands des Jahres 2007 kürte, ist da keine Überraschung
mehr: „vier junge
Männer aus dem isländischen Underground gehen mit Herz
und Seele auf in
ultrascharfem Post-Hardcore.“
Jakobinarina – The First Crusade
JAKOBINARINA sind die Neuen in der 12 Tónar-Klasse und zwar
die, die
einige Klassen übersprungen haben. Nicht etwa, weil sie Streber
sind,
sondern weil sie einfach ungezogene Gören sind, deren Geschmack
in
punkto kantiger Power Pop Punk so treffsicher ist, dass sie vor
allen
anderen Abi machen dürfen. Direkt aus Hafnarfjördur kochen
JAKOBINARINA
beinahe über vor arroganter Energie, die Teenagern so eigen
ist, und
beweisen immer wieder gern, wie sehr sie auf Live-Action stehen.
Aus der
kollektiven Asche der Bands LUFTHANSA und LADA SPORT haben JAKOBINARINA
das beste Line-Up destilliert und Gitarrensongs geschrieben, in
denen
sich Hook an Hook reiht. Dazu gesellen sich die sarkastischen Texte
von
Sänger Gunnar und seine schizophrenen Tanzbewegungen, was
alles in allem
das britische iD Magazin dazu brachte, zu befürchten, dass
JAKOBINARINA”
die Briten in ihrem eigenen Spiel schlagen” könnten.
Die White
Noise-Vorbilder Mark E. Von THE FALL, Ian Curtis und selbst THE
ISLANDS
(Ex-UNICORNS) sind unverkennbar und das Namedropping wird so lange
weitergehen, wie JAKOBINARINA sich Bühnen mit dem BRIAN JONESTOWN
MASSACRE, LOVE IS ALL, FRANZ FERDINAND, THE CRIBS oder den KAISER
CHIEFS
teilen. Wie nannte der NME das Debüt ”The First Crusade”? ”Zwölf
irrsinnig energetische Punk Pop Songs.” Too right!
Pétur Ben – Wine For My Weakness
Nicht umsonst gewann ”Wine For My Weakness”, das Solo-Debüt
von PÉTUR
BEN den Titel des besten Rock Album auf den Icelandic Music Awards
2006,
versteht es doch kaum jemand wie er, innerhalb eines einzigen Albums
so
mühelos von akustischer Melancholie zu Up-Tempo-Rock zu wechseln,
ohne
jemals eingängige Gitarrenriffs aus dem Auge zu verlieren.
PÉTUR BEN ist
ein wahres Ausnahmetalent: seine Karriere begann mit seiner Band
TRISTAN, hob ab als Backing Musiker von MUGISON und erstreckte
sich über
die Soundtracks der Spielfilme ”Children” und ”Parents” des
Isländers
Ragnar Bragason und Arrangements für SLOWBLOW und die TELEPATHETICS.
Aufgenommen in The Swimming Pool, dem Studio von SIGUR RÓS,
versammelt”
Wine For My Weakness” nicht nur die Dienste von Sigtryggur
Baldursson
von den SUGARCUBES an den Drums und Anna Kristín Gudmundsdóttir
für die
Backing Vocals, sondern heimste PÉTUR BEN neben dem Gewinn
des Best Rock
Albums nebenbei noch Nominierungen für ”Sänger
des Jahres” und ”Bester
Newcomer des Jahres” auf den Icelandic Music Awards 2006
ein.
link zur homepage der Bands:
www.myspace.com/gavinportland * www.myspace.com/jakobinarina * www.myspace.com/peturben
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